{"id":4975,"date":"2023-12-04T18:38:29","date_gmt":"2023-12-04T17:38:29","guid":{"rendered":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/?post_type=magazin&#038;p=4975"},"modified":"2024-04-15T07:29:21","modified_gmt":"2024-04-15T05:29:21","slug":"175-jahre-bundesverfassung-teil-2","status":"publish","type":"magazin","link":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/magazin\/175-jahre-bundesverfassung-teil-2\/","title":{"rendered":"175 Jahre Bundesverfassung Teil 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column]<div class=\"section__text section__text--lead section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\"><h1>175 Jahre Bundesverfassung<\/h1>\n<p>Vor wenigen Monaten feierten wir 175 Jahre Bundesverfassung und nutzen die Gelegenheit, um auf die bewegte Schweizer M\u00fcnzgeschichte zur\u00fcckzublicken. Lesen Sie hier die Fortsetzung.<\/p>\n<\/div><div class=\"section__text intro-animation intro-animation--bottom\"><h2>1926<\/h2>\n<h3>Aufl\u00f6sung der Lateinischen M\u00fcnzunion (LMU)<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;\">Die 1865 gegr\u00fcndete Lateinische M\u00fcnzunion blieb formell bis 1926 in Kraft. Die nach den Vorgaben der LMU gepr\u00e4gten Gold- und Silberm\u00fcnzen wurden im gesamten Gebiet der M\u00fcnzunion zum Nominalwert angenommen und stellten gem\u00e4ss der Landesregierung einen ersten Schritt zur Verwirklichung des Gedankens eines Universalm\u00fcnzsystems dar. Die grossen Erwartungen an die M\u00fcnzunion hatten sich jedoch nicht erf\u00fcllt und der Vertrag wurde 1926 aufgel\u00f6st. Seither haben in der Schweiz lediglich Schweizer M\u00fcnzen G\u00fcltigkeit.<\/span><\/p>\n<\/div><div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple middle-xs \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5liber.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5liber.jpg\" alt=\"Die Bundesverfassung von 1848 \u00fcbertrug das alleinige Recht zur M\u00fcnzpr\u00e4gung an den Bund.\" width=\"960\" height=\"960\"\/><\/picture><\/div><span class=\"teaser_special__media__desc\">Die Bundesverfassung von 1848 \u00fcbertrug das alleinige Recht zur M\u00fcnzpr\u00e4gung an den Bund.<\/span><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--left\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><h2>1931<\/h2>\n<h3>M\u00fcnzgesetzrevision<\/h3>\n<p>Der Franken wurde neu in Gold definiert und der F\u00fcnfliber verlor damit seine Funktion als Kurantm\u00fcnze. Deshalb erschien ab 1931 eine neue 5-Franken-M\u00fcnze. Ihr Durchmesser reduzierte sich von 37\u2009mm auf 31\u2009mm, ihr Gewicht von 25\u2009g auf 15\u2009g und ihr Silbergehalt von 0,900 auf 0,835. Mit der Herstellung der neuen Stempel wurde der K\u00fcnstler Paul Burkhard beauftragt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\"><p><strong>Kurantm\u00fcnze<\/strong><br \/>\nVollwertig ausgepr\u00e4gte M\u00fcnze, bei der der Metallwert gem\u00e4ss dem geltenden M\u00fcnzfuss dem Nominalwert der M\u00fcnze entspricht.<\/p>\n<\/div><div class=\"section__image intro-animation intro-animation--bottom\"><div class=\"picture_container\"><picture><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5liber-burkhard.jpg\"><source media=\"(max-width: 767.98px)\" srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5liber-burkhard-768x438.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5liber-burkhard.jpg\" alt=\"5 Liber Burkhard\" width=\"1280\" height=\"730\" \/><\/picture><\/div><div class=\"picture_description\">Paul Burkhard gravierte seine M\u00fcnzbild-Vorschl\u00e4ge vertieft und seitenverkehrt in Schiefertafeln. Davon machte er Gipsabg\u00fcsse, die er anschliessend zur Begutachtung durch die Jury einreichte.<\/div><\/div><div class=\"section__text intro-animation intro-animation--bottom\"><h2>1936<\/h2>\n<h3>Aufgabe Goldpr\u00e4gung<\/h3>\n<p>Als Folge der Weltwirtschaftskrise werteten ab 1931 die meisten Staaten ihre W\u00e4hrungen ab oder f\u00fchrten Kapitalverkehrskontrollen ein. Die Schweiz und die anderen L\u00e4nder des sog. Goldblocks hielten am l\u00e4ngsten an den alten Parit\u00e4ten fest und versuchten die Wettbewerbs-f\u00e4higkeit ihrer Wirtschaft durch die Senkung der einheimischen Kosten und Preise wiederherzustellen. Diese Deflationspolitik scheiterte indessen weitgehend, so dass die wirtschaftliche Erholung in diesen L\u00e4ndern sp\u00e4ter einsetzte als dort, wo die W\u00e4hrungen bereits zwischen 1931 und 1935 abgewertet worden waren. Als Frankreich am 25. September 1936, als eine der letzten bedeutenden Handelsm\u00e4chte, seine W\u00e4hrung ebenfalls abwertete, wurde die wirtschaftliche Situation f\u00fcr die Schweiz prek\u00e4r. Bereits zwei Tage sp\u00e4ter beschloss der Bundes\u00adrat, die Schweizer W\u00e4hrung den international ver\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen anzupassen und den Franken um etwa 30\u2009% abzuwerten. Dies hatte zur Folge, dass der Wert der Kurantm\u00fcnzen aus Gold deren Nennwert \u00fcberfl\u00fcgelte, worauf diese Geldst\u00fccke aus der Zirkulation verschwanden. In den f\u00fcnfziger Jahren wurden noch einmal Goldm\u00fcnzen f\u00fcr die Zirkulation gepr\u00e4gt. Sie gelangten aus w\u00e4hrungspolitischen Gr\u00fcnden und infolge eines Ansteigens des Goldpreises bis heute nicht zur Ausgabe und bilden einen Teil der Goldreserven der Nationalbank.<\/p>\n<\/div><div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple reverse middle-xs \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-praegungen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-praegungen.jpg\" alt=\"1969\u00ad-Pr\u00e4gungen\" width=\"960\" height=\"960\"\/><\/picture><\/div><span class=\"teaser_special__media__desc\">1969\u00ad-Pr\u00e4gungen<\/span><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--right\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><h2>1968<\/h2>\n<h3>Aufgabe Silberpr\u00e4gung<\/h3>\n<p>Mitte der sechziger Jahre kam es zu einer massiven Silberhausse. Diese f\u00fchrte dazu, dass der Materialwert der \u00bd-, 1- und 2-Franken-St\u00fccke deren Nennwert \u00fcbertraf. Viele M\u00fcnzen wurden deshalb ins Ausland transferiert und dort eingeschmolzen. Der M\u00fcnzumlauf wurde weiter verknappt, da die Schweizer Bev\u00f6lkerung Silberm\u00fcnzen hortete. 1967 wurde die Pr\u00e4gung der meisten Silberm\u00fcnzen aufgegeben, 1969 wurden die letzten 5-Franken-St\u00fccke in Silber angefertigt und die Fertigung wurde anschliessend auf Kupfer-Nickel umgestellt. Der Bedarf an M\u00fcnzen \u00fcberstieg die M\u00fcnzpr\u00e4ge-Kapa\u00adzit\u00e4ten in der Schweiz. Um den grossen M\u00fcnzbedarf zu decken, wurde daher ein Teil der M\u00fcnzen bei der Royal Mint in London gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>1970: Revision des M\u00fcnzgesetzes und Aufgabe der Kurantm\u00fcnzen<\/strong><br \/>\nMit der Revision des M\u00fcnzgesetzes von 1970 wurde von Kurantm\u00fcnzen definitiv Abschied genommen. Um besser auf konjunkturelle Schwankungen reagieren zu k\u00f6nnen, erhielt der Bundesrat die Befugnis, die Goldparit\u00e4t des Frankens in Absprache mit der Schweizerischen Nationalbank selbst festzulegen, wovon er bereits sechs Wochen nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes Gebrauch machte und den Franken um 7\u2009% aufwertete.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__image intro-animation intro-animation--bottom\"><div class=\"picture_container\"><picture><source media=\"(min-width: 768px)\" srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5-franken.jpg\"><source media=\"(max-width: 767.98px)\" srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5-franken-768x438.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenzen-5-franken.jpg\" alt=\"1969 wurden die letzten 5-Franken-St\u00fccke in Silber angefertigt und die Fertigung wurde anschliessend auf Kupfer-Nickel umgestellt.\" width=\"1280\" height=\"730\" \/><\/picture><\/div><div class=\"picture_description\">1969 wurden die letzten 5-Franken-St\u00fccke in Silber angefertigt und die Fertigung wurde anschliessend auf Kupfer-Nickel umgestellt.<\/div><\/div><div class=\"section__teaser_special\"><div class=\"teaser_special row_simple \"><div class=\"teaser_special__media col-l-6 col-xs-12 intro-animation-mobile\"><div class=\"picture_container\"><picture><source srcset=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenze-swissmint.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/wp-content\/uploads\/sondermuenze-swissmint.jpg\" alt=\"1998 hat die Swissmint einen neuen Status erlangt\" width=\"960\" height=\"960\"\/><\/picture><\/div><span class=\"teaser_special__media__desc\">1998 hat die Swissmint einen neuen Status erlangt<\/span><\/div><div class=\"teaser_special__content col-l-6 col-xs-12 intro-animation intro-animation--left\"><div class=\"teaser_special__content__inside\"><h2>1998<\/h2>\n<h3>Neuer Status Swissmint<\/h3>\n<p>Die eidgen\u00f6ssische M\u00fcnzst\u00e4tte erhielt auf den 1. Januar 1998 einen neuen Status. Der Bereich der Eidgen\u00f6ssischen Finanzverwaltung, der f\u00fcr die administrativen Belange des M\u00fcnzwesens zust\u00e4ndig war, und der Produktionsbetrieb der Eidgen\u00f6ssischen M\u00fcnzst\u00e4tte wurden unter dem Namen Swissmint vereinigt und mit Leistungsauftrag und Globalbudget ausgestattet. Im Oktober 1999 \u00fcbernahm die Swissmint die Verteilung der Sammlerm\u00fcnzen von der Schweizerischen Nationalbank.<\/p>\n<p><strong>Bundesgesetz vom 22. Dezember 1999 \u00fcber die W\u00e4hrung und die Zahlungsmittel<\/strong><br \/>\nDas am 1. Mai 2000 in Kraft getretene Bundesgesetz \u00fcber die W\u00e4hrung und die Zahlungsmittel (WZG) legt die W\u00e4hrungseinheit fest und regelt alle Eigenschaften von W\u00e4hrung und staatlichem Geld. Neben den M\u00fcnzen und Banknoten gelten auch die auf Schweizer\u00adfranken lautenden Sichtguthaben bei der Nationalbank als gesetzliche Zahlungsmittel. Tr\u00e4ger des Zahlungsverkehrs (Gesch\u00e4ftsbanken und einzelne ihrer Gemeinschaftswerke, Post und gr\u00f6ssere Bargeldtransport-Unternehmen) erhalten Anspruch auf Er\u00f6ffnung eines Sichtkontos bei der Nationalbank.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\"><p>Den ersten Teil der bewegten Schweizer M\u00fcnzgeschichte finden Sie <a href=\"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/magazin\/175-jahre-bundesverfassung-teil-2\/\">hier<\/a>: vom M\u00fcnzchaos \u00fcber die M\u00fcnzreform und die Lateinische M\u00fcnzunion bis hin zur alten und neuen Eidgen\u00f6ssischen M\u00fcnzst\u00e4tte in Bern.<\/p>\n<p>Sie haben die letzte Ausgabe verpasst? Dann bestellen Sie Ihr Exemplar hier:<\/p>\n<p><strong>Ausgabe bestellen:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.bundespublikationen.admin.ch\/cshop_bbl\/app\/displayApp\/(layout=7.01-13_131_69_71_6_133&amp;carea=8CDCD4590EE41ED6B695900A3CF11AA7&amp;cpgnum=1&amp;uiarea=1)\/.do?rf=y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bundespublikationen.admin.ch<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"section__text section__text--center intro-animation intro-animation--bottom\"><p><strong><em>Quelle<\/em><\/strong><br \/>\n<em>\u00abDie Eidgen\u00f6ssische M\u00fcnzst\u00e4tte in Bern\u00bb \u2013 Gesellschaft f\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte,<\/em><br \/>\n<em>Bern 2006 \u2013 ISBN 3-85782-799-8 \/ ISBN 978-3-85782-799-0<\/em><\/p>\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row]<\/div>","protected":false},"template":"","class_list":["post-4975","magazin","type-magazin","status-publish","hentry","thema-aus-dem-archiv"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/4975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin"}],"about":[{"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/magazin"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/4975\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6036,"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/magazin\/4975\/revisions\/6036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/web-dev.sondermuenze.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}